Alles zur Novelle "Die Entdeckung der Currywurst"
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Worum geht es eigentlich?

Diese Woche habe ich mir mal gedacht, endlich etwas über den Inhalt des Buches zu schreiben. Denn immerhin kann ich hier nicht über ein Buch schreiben, ohne dass ihr wisst, worum es eigentlich geht :D

Die Novelle wurde von Uwe Timm geschrieben und stammt aus dem Jahr 1993.

In dem Buch an sich, geht es eigentlich nicht direkt um die Entdeckung der Currywurst, sondern um das Leben von Lena Brücker im Jahr 1945.

Die Novelle fängt damit an, dass ein Ich-Erzähler in der Rahmenhandlung sich auf den Weg zur alten Lena Brücker nach Hamburg macht und sich dann von ihr anhört, wie sie denn die Currywurst entdeckt hätte. Aber anstatt, dass Lena kurz und knapp ihre Geschichte erzählt, fängt sie mit ihrem Liebesleben mit Hermann Bremer im Jahr 1945 an.

In der Binnenhandlung lernt die 43-jährige Lena den viel jüngeren Hermann Bremer Ende April 1945 an der Kasse eines Kinos in Hamburg kenne und nimmt ihn nach einem kurzen Gespräch bei sich Zuhause auf. Aber anstatt, dass der Bootsmann Bremer am nächsten Tag zu seinem Dienst geht, macht er sich fahnenflüchtig. Da er seinen militärischen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist, muss sich Bremer jetzt bei Lena Zuhause verstecken und darf nicht Raus gehen.

Nun muss er jeden Tag in der Wohnung im Dachgeschoss verbringen und guckt den ganzen Tag nur aus dem Fenster und hört ab und zu mal Radio, während Lena ein relativ freies Leben führen kann. Sie geht weiterhin zu ihrer Arbeit in der Kantine. Irgendwann geht das Radio leider kaputt und so bleibt Bremer nichts anderes übrig, als  nur aus dem Fenster zu gucken und den Platz vor dem Haus zu beobachten. Außerdem durchstöbert er Lenas Wohnung und findet unteranderem ein paar Fotos von ihr und ein Atlas. Auch Lena findet ein Foto von Bremer und seiner Familie, die er ihr allerdings verschweigt.

Nach Hitlers Tod am 1. Mai und auch dem Kriegsende erzählt Lena Bremer nichts davon, da sie ihn noch bei sich haben möchte und Angst hat, dass er sie sonst verlässt. So lügt sie ihn immer weiter an und reagiert auch nicht auf die Bitten von Bremer, dass sie doch das Radio reparieren lassen soll und mal eine Zeitung mitbringen soll.

So fängt Bremer auch an sich selber Gedanken zu machen wie der Krieg weiter geht und notiert sie im gefundenen Atlas, obwohl der Krieg lange zu Ende ist.

Mehrere Tage nach der Kapitulation hält es Bremer nicht mehr in der Wohnung aus und wird handgreiflich gegenüber Lena. Sie vertragen sich zwar wieder, aber er hat den Geschmackssinn verloren.

Irgendwann werden von den Engländern, die Hamburg eingenommen haben, Bilder aus dem Konzentrationslager veröffentlicht. Bremer sieht sie zwar, aber er tut sie nur als Propaganda ab.

Als Lena aber merkt, dass ihm in die Wahrheit erzählen muss und es auch tut, verschwindet er nur kurze Zeit darauf mit dem Anzug von Gary, dem Mann von Lena, und lässt seine Uniform mit den Abzeichen zurück.

Nachdem Lenas Mann wieder zurück kommt, schmeißt sie ihn aus ihrer Wohnung und fängt an sich Gedanken zu machen, wie sie Geld verdienen könne. Eine Imbissbude soll her. So fängt Lena an, die Uniform von Bremer gegen die benötigten Utensilien zu tauschen. Bei einem Missgeschick vermischt sich das grässlich schmeckende Currypulver mit dem Tomatenketchup und dabei entstand dann die Currysoße.

Als sie ihren Stande eröffnet, kommt ihre erfundene Currywurst gut an und ihre Freundin nimmt diese Idee mit nach Berlin und verbreitet sie dort.  Nach einiger Zeit kommt Bremer zu ihrem Stand und bestellt ebenfalls eine Currywurst. Als er sie isst, kehrt sein Geschmackssinn zurück, aber beide unterhalten sich nicht weiter miteinander.

Am Ende des Buches in der Rahmenhandlung kehrt der Ich-Erzähler nach einem halben Jahr, nachdem er Frau Brücker nach der Geschichte gefragt hat, nach Hamburg zurück, erfährt aber, dass sie verstorben ist.

Allerdings  wurde ein Paket von Lena für ihn zurückgelegt. In dem Paket ist der gestrickte Pullover, den Frau Brücker während ihrer Erzählung gestrickt hat, und das Rezept von damals der Currywurst.

 

Ich hoffe ihr könnt mir jetzt besser folgen, wenn ich ein weiteres Mal von dem Buch berichte :D

Bis dahin, ecrivan-currywurst

6.12.15 14:18


Wer ist Lena Brücker?

 Ja, wer ist denn überhaupt Lena Brücker?
 Genau diese Frage möchte ich in meinem folgenden Blog für euch beantworten.

 Lena Brücker wohnt in Hamburg- Harburg (S. 15, Z. 14;S.16, Z.21) und später wohnt sie im Heim, aber immer noch in Hamburg und vermutlich im betreuten Wohnen.

 Sie ist in der Binnenhandlung 43 Jahre alt (S.34, Z. 2),  hat  durchsichtige, blaue Augen (S.14, Z.4; S.34, Z.24) und weichblonde Haare, die sie meistens mit Schilpatt-Kämmen seitlich hochgesteckt hat (S. 19, Z.30; S.26, Z. 10ff). Im Heim hat sie milchig blaue Augen und ist schon fast blind ( S.14, Z. 4f  & 13f). Außerdem hat sie graues und dünnes Haar (S. 14, Z. 1f)  und trägt vermutlich eher gemütliche Anziehsachen, darunter eventuell auch ein paar Filzpantoffeln (S.13, Z.25f).
 Sie trägt in der Binnenhandlung meistens ein Kostüm, welches aus einem Rock, einer aufgemalten Strumpfhose und vermutlich einer Bluse besteht ( S.18, Z. 25ff).

 Lena ist verheiratet und hat zwei Kinder. Einen Sohn, der in der Binnenhandlung sechzehn und bei der Flak im Ruhrgebiet ist, und eine Tochter, die in der Binnenhandlung zwanzig ist und 1943 als Arzthelferin ausgelernt hat und din Hannover lebt (S. 32, Z.7ff). Zu beiden scheint sie keine allzu gute Beziehung zu haben, da der Leser nicht mitbekommt, ob und wann Lena mal versucht den Kontakt zu ihren Kindern aufzunehmen. Über ihre Eltern erfährt man nicht allzu viel, nur dass ihr Vater Sozi ist und in der Gewerkschaft war(S.109, Z. 20ff).
 Ihr Mann, genannt Gary, wurde 1939 eingezogen und hat in Tilsit eine neue Frau kennengelernt. Lena hat seit 39 schon sechs Jahren ihren Mann nicht mehr gesehen, aber dennoch vermisst sie ihn nicht (S.31, Z.24ff). Das liegt wahrscheinlich zum einen daran, dass er sie immer wieder betrügt aber auch (S. 25, Z.29ff), da sie Bremer kennengelernt hat und dadurch das Leben für sie wieder weiterging und sie nicht mehr alleine war (S.113,Z.10).
 Hermann Bremer hat sie eines Tages auf der Reeperbahn kennengelernt und dann lebt er gut siebenundzwanzig Tage bei ihr (S.18, Z.10ff). Nachdem Lena ihre Lüge, dass der Krieg noch nicht zu Ende sei, gegenüber ihm gebeichtet hat und Bremer erfährt, dass der Krieg schon vorbei ist, lässt er Lena alleine zurück.

 Sie ist die neue Leiterin einer Kantine (S.53, Z. 24ff) und führt später ihren eigenen Imbissstand, bei dem sie hauptsächlich ihre erfundene Currywurst verkauft. Außerdem ist sie seit Bremers Aufenthalt zur Gelegenheitsraucherin geworden, obwohl sie zuvor seit sechs Jahren nicht mehr geraucht hat (S. 58, Z.19f; S.176, Z.14ff).
 
 Lena Brücker ist eine freundliche und hilfsbereite Frau und das nicht nur in der Binnenhandlung sondern auch in der Rahmenhandlung.  In der Binnenhandlung zeigt sich ihre Freundlichkeit dadurch aus, dass sie Bremer einfach so bei sich aufnimmt. Auch an ihrem Stand bedient sie ihre Kunden stets freundlich und macht dabei auch gerne mal ihre Späße (S. 185, Z.3ff). In der Rahmenhandlung  machen ihre leichten Bedenken, dass sie ihrerm Pfleger Hugo zur Last fallen könne, zu einer äußerst freundlichen und sympathischen Person (S.109, Z.4ff).
 Natürlich werden jetzt einige sagen, dass sie aber Bremer belogen hat und das nun mal nicht sehr freundlich ist. In diesem Fall hat sie ziemlich egoistisch gehandelt, aber man muss sich mal in ihre Lage versetzen. Lena fühlt sich allein gelassen und ist froh, als ihr Bremer die fehlende Liebe geschenkt hat. Sie will ihn nicht verlieren und erzählt ihm deswegen immer wieder, dass der Krieg noch nicht zu Ende sei. Erst als ihr alles zu viel wird, bricht bei den beiden ein Streit aus, wo sie dann auch beichtet, dass der Krieg schon lange aus sei.
 Sie selber ist nie so sehr an dem Krieg interessiert wie Bremer. Sie will nur das gröbste wissen, aber nicht wer, wie und weshalb gestorben ist (S.29, Z.1ff) und wer am Ende gewinnt, das ist ihr auch egal (S.92, Z. 28ff). Im Grunde genommen ist sie sogar indirekt gegen die Deutschen und eher für die Gleichberechtigung aller (S.120, Z.27ff).

 Lena Brücker ist durch den Krieg ziemlich selbstbewusst geworden und damit auch "zäher". Sie kann einfach mehr ab, da sie auch härteres erlebt hat. Im Alter sieht sie zwar zerbrechlich aus und wirkt durch ihre Blindheit etwas hilflos, aber das ist sie keinesfalls. Sie strickt während ihrer Erzählung fleißig an einem Pullover, wirkt auch von Außen eher etwas stärker und möchte dennoch etwas selbsständig bleiben (S.185,Z.29f).
 Mittlerweile wirkt sie schon etwas "großmütterlich". Sie ist am Stricken für ihren Enkel und scheint sehr gesprächig zu sein, da sie auf eine simple Frage, wie sie die Currywurst erfunden habe, mit ihrer halben Lebensgeschichte antwortet . Sie genießt die Gesellschaft andere und scheint schon eher traurig, wenn sie alleine gelassen wird (S.152, Z.16ff).

 Ich persönlich konnte Lenas Lügen am Anfang nur sehr schlecht oder auch gar nicht nachvollziehen. Aber mittlerweile habe ich sie etwas besser kennengelernt und kann mich jetzt besser in ihre Lage versetzen. Keiner möchte gerne alleine sein und deswegen kann ich zumindest zum Teil ihr Handeln nachvollziehen. Aber dennoch hätte ich selber vermutlich nicht so gehandelt, da ich es immer noch als falsch empfinde. Am Anfang war mir Lena auch noch nicht in all ihren Phasen so sympathisch, aber zumindest ist sie mir jetzt ins Gesmat sehr viel sympathischer geworden.

 Ich hoffe euch ist Lena etwas Näher gekommen und ihr konntet sie etwas besser kennen lernen.

Bis dahin, ecrivain-currywurst
28.11.15 11:41


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